ERLENZAPFEN – Alnus glutinosa
Natürliches Färbemittel | Reich an Tanninen | Herkunft: Europa
Erlenzapfen sind, ähnlich wie Erlenrinde, reich an natürlichen Tanninen, die sanfte, erdige Farbtöne von Braun, Beige und warmem Gelb ergeben. Je nach Konzentration und verwendeten Modifikatoren können sie sowohl sanfte Goldtöne als auch tiefere Nussbraunnuancen mit einem angenehmen, organischen Ton erzeugen.
Erlenzapfen, die von Natur aus reich an Tanninen sind, bieten eine mittlere bis gute Farbechtheit und können allein oder als Gerbstoffbasis vor anderen Pflanzenfarben verwendet werden.
Färbeeigenschaften
• Farbspektrum: Gelbbraun bis warme Kastanientöne
• Tannin-Gehalt: moderat bis hoch
• Farbechtheit: mittel bis gut
• Verwendung für: Wolle, Seide, Baumwolle, Leinen und Papier
Eisen-Modifikatoren verdunkeln die Farbe und verschieben sie in Richtung Grau und warmer Brauntöne.
Grundrezept
Beize: Alaun 10–15 % WOF (Gewicht der Faser)
Färbemittel: Erlenzapfen 100–200 % WOF
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Gießen Sie kochendes Wasser über die Zapfen und lassen Sie sie 24–48 Stunden ziehen.
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Etwa 2 Stunden sanft köcheln lassen, dann abseihen.
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Die vorbehandelte Faser in das Färbebad geben und ziehen lassen, bis der gewünschte Farbton erreicht ist, oder über Nacht für intensivere Ergebnisse einweichen.
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Für tiefere Töne am Ende des Färbeprozesses eine kleine Menge Eisenmodifikator hinzufügen und/oder das Alaun-Beizmittel weglassen.
Kurz gesagt
• Botanischer Name: Alnus glutinosa
• Form: Ganze Zapfen
• Herkunft: Europa
• Verwendung: Naturfärbemittel / Tanninquelle
• Farbechtheit: Mittel bis gut
• Lagerung: Trocken, kühl und vor direkter Sonneneinstrahlung schützen
Eine erdige, vielseitige Tanninquelle, die warme, natürliche Töne erzeugt – ideal sowohl für das eigenständige Färben als auch für tanninhaltige Unterlagen.